Europa. Mit/ohne uns?




Am 12. April 2019 fand im berühmten Barocksaal in Graz, in der Bürgergasse, ein hochkarätig besetzter Dialog-Abend statt. Unter dem Titel „Europa. Mit/ohne uns?“ diskutierten in gemütlicher Atmosphäre u.a.

-Ehrenmitglied Dr. Othmar Karas, ehem. Vizepräsident und nunmehriger Abgeordneter für das Europäische Parlament, sowie Spitzenkandidat bei der bevorstehenden Europa-Wahl, 

- Em. o. Univ.-Prof. Dr. Johannes W. Pichler, Ehrenmitglied, Jurist und Europaexperte,

- und in Vertretung für die kurzfristig erkrankte Präsidentin Dr. Anne-Marie Sigmund: Roman Fürnschuss, der als Vertreter der Jugend am Podium für interessante Inputs sorgte. 

Seitens des Teams von European Dialogue war Andreas J. Schröck, Vorsitzender von European Dialogue, am Podium vertreten.

 

 

Für die musikalische Umrahmung sorgte Pianistin Victoria Wostratovsky, Studentin am Mozarteum Salzburg und an der Kunst-Universität Wien. Beeindruckt von Ihren Klängen und der anschließenden Europa-Hymne begann ein spannender Abend, der durch die zahlreichen Statements seitens des Publikums aufgewertet wurde. Welche Möglichkeiten bietet die aktuelle europäische Rechtslage, um die BürgerInnen einzubinden? Wie können wir diese verbessern? Insbesondere die Partizipation der Jugend und die bevorstehende Europawahl wurden dabei intensiv behandelt.

 

Dr. Othmar Karas sprach von einer Fahrlässigkeit im Umgang mit dem Parlamentarismus, der sich aus seiner Sicht zunehmend zu einer reinen Regierungs-Demokratie entwickeln würde. Im Nationalrat in Österreich würden demnach 89 % aller Beschlüsse nach Regierungsvorlage beschlossen werden. Hingegen beschließe das „Bürgerparlament“, wie Karas das „Europäische Parlament“ als einzigartiges, multinationales Parlament mit Gesetzeskraft bezeichnete, 92% aller Vorschläge der Kommission mit. Somit habe das Europäische Parlament durch das Hearing der Kommissare und Bestätigung dieser durch das EU-Parlament mehr Einfluss als sein Pendant derzeit in Österreich. Ehrenmitglied Karas betonte, Europa zum „Sprecher des Kontinents in der Welt“ machen zu wollen. Bei der Vielzahl an angesprochenen Themen kam auch die Entwicklungspolitik der Europäischen Union zur Sprache, wo sich Karas für eine Überprüfung dieser mit Afrika aussprach und die Frage der Selbsthilfe in den Mittelpunkt rückte.

Prof. Pichler gab einen wissenschaftlich, aus seiner Erfahrung geprägten Einblick in das Instrumentarium der Bürgerinitiative, welche als einzig direkt-demokratisches Werkzeug der BürgerInnnen eine vergebene Chance darstelle. Zudem betonte er die Notwendigkeit der Einbindung der BürgerInnen in das europäische Projekt und verwies auf den Unionsvertrag.

Roman Fürnschuß forderte eine verstärkte Mitarbeit der Jugend und den Dialog mit anderen für eine Einigung zu suchen.
 
Im Anschluss an die Veranstaltung lud European Dialogue, auf Einladung des Grazer Bürgermeisters Mag. Siegfried Nagl, zu einem festlichen Buffet
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Das Team von European Dialogue bedankt sich ganz herzlich bei den zahlreichen TeilnehmerInnen!

Ein ganz besonderer Dank gilt Fotograph Attila Farkas, der durch seine Bilder diesen Abend festgehalten hat.





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